Umsatzsteuergesetz – 3. Änderung

Das Gesetz zur Umsatzsteuer wurde zum dritten Mal in Folge wegen des bevorstehenden Auslaufens der Frist am 31. Dezember 2011 geändert. Dabei soll die bundeseinheitliche Umsatzgrenze von 500.000 Euro beibehalten werden.

Unternehmen, die nicht mehr als 500.000 Euro Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr aufweisen, können eine Ist-Versteuerung vornehmen. Dabei wird eine Berechnung der Umsatzsteuer laut §20 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) nach vereinnahmten Entgelten vorgenommen. Somit ergibt sich erst eine Steuer, wenn der Voranmeldungszeitraum abgelaufen ist und der Kunde die Ware bzw. Dienstleistung bezahlt hat. Umsatzsteuergesetz sieht hingegen bei der  Soll-Versteuerung keine vorangegangene Bezahlung durch den Kunden vor. Bei der Soll-Versteuerung wird der Vorsteuerabzug für die Leistungen sofort vorgenommen ohne auf eine Bezahlung seitens des Kunden Rücksicht zu nehmen.

Für kleinere und mittlere Unternehmen kann die Ist-Versteuerung gegenüber der Soll-Versteuerung finanzielle Vorteile bringen. Das geänderte Umsatzsteuergesetz wird dem Land für das Jahr 2012 etwa 1,1 Milliarden Euro an Steuern kosten.

Quelle: betrifft-gesetze.de

Siehe auch:
Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes

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Ein Gedanke zu “Umsatzsteuergesetz – 3. Änderung

  1. Vielen Dank für die Info! Auf jeden Fall ist die Frage nach der Umsatzsteuer interessant für welche, die ein Unternehmen haben. Folgen noch mehr solcher Beiträge? Würde mich freuen.

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